Monday, February 21, 2011

Perth und seine Macken ...

Perth – eine Millionenstadt … naja, fuer uns eher ene Kleinstadt im Vergleich zu Melbourne.
Wohl fuehlen wir uns hier trotzdem!
Koennte vielleicht daran liegen, dass man von Perth auch von dem ‚kleinen Melbourne‘ redet.
Skyline, River, City, Park … alles da.
Die Skyline etwas kleiner als in Melbourne und leider im Momente von vielen Baustellen verschandelt.
Der Swan River, an dem wir immer noch unsere abendlichen Spaziergaenge machen.


Die City mit unglaublich vielen Shopping-Moeglichkeiten… wenn man rechtzeitig da ist – am besten vor 5!
Der Kings Park, der die beste Moeglichkeit bietet, Barbecue zu machen, weil man dort die beste Aussicht ueber die Stadt hat ...



Und mit wem laesst sich Barbecue besser machen, als mit den Menschen aus dem Elephant, von denen wir hier einige zufaellig wieder getroffen haben.
Aber auch im neuen Hostel (ihr wisst schon, das mit Pool) haben wir tolle neue Menschen kennengelernt.
So toll, dass sie uns sogar zu Hungry Jacks begleiten.
Ein Schaufenster und in dem Schaufenster 3 Personen mit Eis in der Hand und Blick nach draussen gerichtet.
Wer ist eigentlich die dritte Person?
Duerfen wir vorstellen … das ist Daniel. Unser liebster Laesterpartner bei Hungry Jacks.
Es gibt einfach keinen schoeneren Zeitvertreib, als mit Eis im Schaufenster zu sitzen und Menschen zu beobachten. Business-Man, Backpacker, Styling-Ikone und Ehepartner mit schlechtem Gewissen und Rose in der Hand oder Beziehungsdramen.


Immer wieder fragen wir uns, wo eigentlich so viele seltsame Menschen herkommen und machen uns dann irgendwann auf den Weg nach Hause.
Aber auch dort scheinen wir die seltsamen Menschen anzuziehen.
Mit einem davon teilen wir unser Zimmer – deswegen ist unser 6er-Dorm jetzt voll!
Ja ihr zaehlt richtig … 6 Betten fuer 3 Menschen! Mehr passt einfach nicht rein!
WIR haben zusammen 2 Betten, 2 Schraenke und 2 Rucksaecke. Die Messi-Franzoesin hat alleine 2 Betten, 4 Schraenke, den kompletten Fussboden, eine XXL-Muelltuete, 2 Taschen, viel zu viel Unterwaesche und ein Ferkel, dass auf dem Chaos thront!

Dann waere da noch Tom. 28-jaehirger Australier aus Perth, voellig am Leben vorbei, von Mami vor die Tuer gesetzt, weiss nicht, dass Adelaide in Australien liegt (uebrigens die naechste groessere Stadt nach Perth), staendig am Essen klauen und voll mit Medikamenten und Alkohol.
Und er hat ein Opfer!
Saskia!
Nach der obigen Vorstellung sollte klar sein, warum diese Liebe trotz Schokoladen-Geschenken einseitig blieb!
Leider nicht einseitig war die Liebe bei den beiden Lesben. Ihre Liebe und Zuneigung zeigten sie sich gegenseitig in Form von Messerstechereien.
Genau das Richtige fuer unsere Backpacker-Geldbeutel … so konnten wir uns den Kino-Eintritt sparen. Polizei hat man schliesslich nicht jeden Tag im Haus.
Dieses Spektakel verfolgten auch unsere Lieblingsnachbarn.
Kennt ihr das Mittagsprogramm auf RTL? Das trifft die Sache ziemlich gut – wir warten schon immer heimlich aufs Kamerateam.
Ostdeutsches Paerchen, Mitte 50, dass sich in den Kopf gesetzt hat, nach Australien auszuwandern.
Finanzieren wollen sie das Ganze mit ihren deutschen Einnahmen. Sie bekommt immernoch Hartz4 und er Fruehrente ... arbeiten will er hier trotzdem . So ganz legal scheinen diese finanziellen Verhaeltnisse nicht zu sein.
Sie verbringt ihren Tag mit studieren … sagt sie … eigentlich lernt sie in der Kinderschule Englisch mit Hilfe von Bildchen. Aber ‚studieren‘ wuerde auch mal ihrem Mann gut tun. Der textet einfach jeden weiterhin auf Deutsch zu. Egal ob Australier, Neuseelaender, Franzosen oder Asiaten – dabei verstehen nicht mal WIR sein deutsch!
Auch vor ihren klugen Ratschlaegen koennen wir uns kaum retten – gut beraten ist man aber nur mit dem Gegenteil!
Vor allem Ratschlaege in der Kueche sollte man NIE annehmen. Sonst wuerden wir uns jeden Tag nur noch von fertigen Pies oder Fertig-Frikadellen mit trockenen Spaghetti ernaehren.
Und das koennen wir eindeutig besser! Unsere Kochkuenste scheinen mittlerweile so gut geworden zu sein, dass wir schon um Nachhilfestunden gebeten werden.
Leider muessen wir uns auch von den Leuten bald wieder verabschieden – unsere Zeit in Perth neigt sich dem Ende zu.
Gemeinsam mit Blinky geht es bald weiter – wohin weiss keiner so genau …
Sorgen machen braucht ihr euch aber nicht, denn nach 3 Shopping-Tagen sind wir bestens ausgestattet.
Den groessten Spass hatten wir dabei wohl im Shoppingcenter. Ein Einkaufswagen, zwei Maedels … los geht’s in die Elektro- und Autoabteilung. Bei unserem Einkauf durfte natuerlich auch der Hammer nicht fehlen.
Unser Einkaufswagen fuellte sich mehr und mehr… Zelt, Luftmatratzen und Wasserkanister… eigentlich unserer kompletter Lebensstandard fuer die naechsten Wochen.
Genug vom Maennereinkauf ging es weiter. Mit vollbepacktem Einkaufswagen erst in den Drogeriemarkt und dann in die Klamottenlaeden. Selbstverstaendlich durfte der Wagen mit in die Umkleidekabine. Sein zu Hause laesst man schliesslich nicht vor der Tuer stehen.
Jetzt muessen wir es nur noch schaffen, unser neu eingekauftes Leben ins Auto zu verpacken.
Tetrisspielen haben wir ja zum Glueck schon geuebt.

Friday, February 18, 2011

Wir haben Nachwuchs!

Wir sitzen hier gerade im 6er-female-Dorm und ueberlegen uns, wo der Schluessel herkommt, der vor uns liegt.
Was fuer ein Schluessel? Ein Autoschluessel! UNSER Autoschluessel! Unser erstes gemeinsames Auto! Wo genau kommt eigentlich das Auto her?
Angefangen hat alles ganz harmlos … wir wollten ueben! Dass wir uns IRGENDWANN ein Auto kaufen wollten, war klar. Fuer diesen moeglichen Ernstfall wollten wir ueben, damit wir wissen, wie Auto kaufen in Australien funktioniert, wenn es mal so weit ist.
Also zogen wir los, um den Automarkt in Perth abzuchecken. Schnell war klar, dass wir uns auf serioese Autohaendlier nicht verlassen wollten. Die sehen naemlich schon von weitem so aus, als ob sie deutsche Maedels ueber den Tisch ziehen wollen.
Deswegen checkten wir die Blackboards in den Hostels. Nachdem wir ein paar interessante Angebote gefunden hatten, dachten wir uns, wir rufen mal an und tun so, als ob wir interessiert waeren. Zum Ueben versteht sich – ein Auto wirklich kaufen wollten wir erst in ein paar Wochen!
Noch am gleichen Abend hatten wir unser erstes Date.
Aber auch ueben will gelernt sein. Eine Check-Liste musste her und da stand ALLES drauf, was man checken muss. Selbstgemacht natuerlich!
So ging es gut praepariert zum ersten Auto. Schon von weitem war uns klar ‚DAS ist es nicht‘! Egal, wir wollten ja ueben. Gesagt, getan – wir kamen sogar bis zur Probefahrt! Ihr wollt wissen, wie die Probefahrt ablief?
Seid froh, dass wir noch leben!
Suse: „warum faehrst du so komisch?“
Saskia: „ich fahr nicht komisch!“
Suse: „warum faehrst du dann nicht gerade aus?“
Saskia: „geht nicht, das Auto faehrt von alleine!“
Suse: „gib wenigstens mal gleichmaessig Gas!“
Saskia: „geht auch nicht, ich geb ueberhaupt gar kein Gas!“
Die beiden deutschen Maedels mussten wir leider enttaeuschen – DIESES Auto wollten wir nicht!
Auch das naechste Auto machte uns nicht gluecklich. Suse wollte einfach kein Auto haben, dass aelter als sie ist!
Mittlerweile hatten wir Routine und machten uns auf zum naechsten Auto.
Endlich keine deutschen Verkaeufer (unser Tip: kauft niemals Autos von Deutschen), sondern ein schwedisches Paerchen – Allan und seine Freundin.
Eigentlich waren wir immer noch im Kauftraining. Aber man kann Frauen beim Shoppen auch nicht nur anprobieren lassen.
Wir waren verliebt!
Wir checkten es von innen … wir checkten es von aussen … wir checkten die Campingausruestung … und es passte!
Kennt ihr das Gefuehl, wenn ihr im Laden Schuhe anprobiert und es sich anfuehlt, als waeren sie schon perfekt eingelaufen?
So ging es uns bei der Probefahrt!
Trotz aller Liebe wollten wir uns aber nicht darauf verlassen, was die beiden uns erzaehlten.
Am naechsten Tag folgte ein Marathon bei 40 Grad durch die gesamte Stadt. Unsere Wege fuehrten uns zum australischen ADAC, zur Registrierungsstelle und in die Werkstatt. Alles zu Fuss!
Wir lernten, wie man in Australien ein Auto anmeldet, wie man mit Hilfe des Hubraums die Kilometerlaufleistung ausrechnet und vor allem, was Hubraum auf Englisch heisst.
Auto kaufen auf Englisch ist gar nicht sooo einfach!
Es passte halt immer noch alles!
Zwei Tage spaeter sassen wir bei Allan und seiner Freundin im Hostel und versuchten, mit Hilfe des dictionary australische Papiere auszufuellen.
Die Schweden verstanden die eine Haelfte, wir die andere Haelfte. Der Kauf war perfekt und der Preis war der, den WIR wollten – nicht der, den die Schweden wollten!
(Viele Gruesse an Jesse, Liam, Basti und Jan … WIR haben erfolgreich gehandelt!)
So … jetzt ist der blaue Ford Falcon, den wir ‚Blinky‘ getauft haben unser Baby.



Richtig gute Eltern sind wir aber noch nicht. Wir koennen ihm weder ein Dach ueber dem Kopf , noch einen Schlafplatz bieten.
Wir haben keinen Parkplatz!
Nach 2 Tagen harter Suche durch ganz Perth und alle Suburbs hatten wir es geschafft … der Parkplatz war da und wir konnten Blinky endlich abholen.
(In Perth gibt es WIRKLICH keine dauerhaften Parkplaetze! Wir waren schon kurz davor, Blinky auf einen 2-Stunden-Parkplatz zu stellen, denn da haetten wir ihn ‚nur‘ 12x am Tag umparken muessen. Die kuerzeren Parkplaetze haetten nicht in den Zeitplan gepasst!)
5 Zugstationen weiter auf der anderen Seite des Rivers wollten wir Blinky nun uebernachten lassen. Fuersorglich wie wir sind, gaben wir ihm noch ein paar gute Tips mit auf den Weg. Nicht weglaufen und nicht mit fremden Maennern mitgehen!
Und daran hielt er sich! 2 Tage spaeter stand er noch treu auf seinem Parkplatz … allerdings mit Post fuer uns:



Nach dem ersten Schreck viel uns auf ‚kein Wunder, Blinky hat keine Nummernschilder‘!
Den an die Scheibe tapezierten DinA4-Zettel nahmen wir allerdings nicht soo ernst, immerhin durfte Blinky so stehen …
Sagte die Frau auf der Registrierungsstelle, denn dort hatten wir uns die Erlaubnis dafuer erkauft!
Trotzdem etwas nervoes versuchten wir den Zettel abzukratzen und fuehlten uns beim Zurueckfahren ohne Nummernschilder ein bisschen wie Bonny und Clyde.
Besser fuehlten wir uns erst in der Werkstatt, wo Blinky seine Schoenheits-OP bekommen sollte … bis wir hoerten, dass der Spass auf einmal 400$ mehr als ausgemacht kosten sollte.
Suse: „der andere hat aber gesagt, es kostet nur 500$!“
Mechaniker: „wer hat das denn gesagt?“
Suse: „keine Ahnung, ein anderer“
Saskia: „laechel nochmal bisschen nett!“
Mechaniker: „ ich frag mal nach“
5 Minuten spaeter …
Boss: „ok Maedels, ihr bekommt die Reparatur fuer 500$“
Am naechsten Tag konnten wir Blinky fertig gepimpt abholen!
Wir hatten wohl so nett gelaechelt, dass er uns den notwendigen Check fuer die Registrierung auch schon hatte machen lassen und wir uns den Weg durch die halbe Stadt sparen konnten. Ausserdem bot er uns sogar an, spaeter wieder zurueckzukommen, um die Nummernschilder anschrauben zu lassen.
Also ging es, uebrigens immer noch im Linksverkehr und ohne Nummernschilder, zur Registrierungsstelle.
It’s all done! Wir haben es geschafft!
Blinky ist registriert und hat endlich eigene Nummernschilder. Ausserdem haben wir eine Versicherung abgeschlossen, falls das mit dem Linksverkehr mal doch nicht so gut laeuft und sind Mitglieder im australischen ADAC, falls Blinky mal nicht auf unsere Anweisungen hoert.
Da wir rausgefunden haben, dass Blinky diesen Monat Geburtstag hat, haben wir ihn sogar verschoenert.
Die pinke Weihnachtskugel und der Weihnachtsmann, die wir am Flughafen gerettet haben, lassen Blinky ziemlich gut aussehen.
Los geht’s … nur wohin? Plaene machen wir irgendwann …


Ps: Die Glitzerschmetterlinge duerfen natuerlich auch mit!


Tuesday, February 8, 2011

Wir fliegen nach Perth ...

Dieser Eintrag ist ausnahmsweise mal nicht vorrangig fuer alle Daheimgebliebenen, sondern vielmehr fuer alle, die unser Abreise-Drama miterleben mussten, damit sie nun erfahren, wie die Geschichte weiterging …
Zu eurer Beruhigung ... wir sind in Perth angekommen!
Wie wir das geschafft haben, wissen wir auch noch nicht so recht!

20 Stunden vor Abflug:
Los ging's bei Hungry Jacks (Burger King), unserer einzigen Internetmoeglichkeit.
Laptop an – Mailpostfach auf – und suchen ... und suchen ... und suchen ... nach einer Flugbestaetigung, die wir nie bekommen hatten.
Zum Glueck gibt es Buchungsnummern und Internetseiten, wo man alles finden kann und zum Glueck gibt es nette Reception-Guys wie Francois und Ravi, die uns das dann ausdrucken. (Wir glauben, sie haben das nur gemacht, weil sie Angst hatten, dass wir noch laenger bleiben.

19 Stunden vor Abflug:
Mit der Flugbestaetigung alleine kommen wir aber noch nicht nach Perth.
Koennen wir vielleicht kurz klaeren, wie wir eigentlich zum Flughafen kommen?
Unser Plan war, den Skybus zu nehmen ... bis wir merkten, dass am Sonntagmorgen um 5.30 Uhr keiner kommt!
Aber da ja immer alles zu unserem Besten passiert, war auch das Glueck diesmal auf unserer Seite.
Suse sah auf ihrem Spaziergang zwischen Hostel und Hungry Jacks einen Bus...

"Hey, ich hab grad nen Bus gesehen! Google mal Starbus, vielleicht bringt der uns zum Flughafen."
"Hae? Warum sollte der uns zum Flughafen bringen?"
"Keine Ahnung, google halt einfach mal."
"Hey der bringt uns halt echt zum Flughafen!"

Problem mit dem Bus also erst mal geloest. Na da sind wir mal gespannt, ob der wirklich morgen um 5.30 Uhr vor unserer Tuer steht ...

18 Stunden vor Abflug:
In Perth gibt es soo viele Hostels, da wird ja wohl auch eins fuer unsd abei sein ... dachten wir!
Hostel 1: 'we are completely booked out'
Hostel 2: wir koennen in getrennten Zimmern schlafen (HALLO? Wir lassen uns doch nicht trennen!)
Hostel 3: 'we are completely booked out'
Hostel 4: eine Asiatin, die nicht mit uns reden wollte
Hostel 5: 'we are completely booked out'
Hostel 6: the number you have called is not available
Hostel 7: ' we are completely booked out'
Hostel 8: Ihr seid 2 Maedchen? Dann haben wir Platz fuer euch!

Ok ...gebucht!

17 Stunden vor Abflug:
Saskia machte letzte Besorgungen und Suse geht bei Cupcake Kaffee trinken – ist ja nicht so, dass wir eigentlich noch packen muessten!

13 Stunden vor Abflug:
Resteverwertung! Alles in einen Topf – umruehren – fertig! So hat's auch geschmeckt ... egal ... Soja-Sosse drueber!

10 Stunden vor Abflug, mittlerweile ist es 22 Uhr:
Wir sollten vielleicht doch mal packen!
Nur WIE? In einem Zimmer mit 3 qm und ohne Licht oder Fenster absolut unmoeglich!

Das sah ungefaehr so aus:
"Kannst du vielleicht mal ein bisschen zur Seite gehen?"
"Ja wohin denn?"
"Dann geh halt mal kurz raus vor die Tuer"
"Die Tuer geht aber nicht mehr auf!"
...
"Juhuuu, ich hab meinen Rucksack endlich zu bekommen!"
"Hast du alles reinbekommen?"
"Ja ich glaub schon"
"Aeh und was ist DAS? Da liegt dein Schlafsack, da haengt deine Waschtasche und da liegt dein Pullover!"
"Hab ich schon erwaehnt, dss mein Rucksack aber voll ist?"
...
"Was machen wir mit dem Weihnachtsmann?"
"Kommt ins Handgepaeck"
"Was ist mit Salz und Pfeffer?"
"Kommt ins Handgepaeck"
"Und die Weihnachtskugel?"
"Kommt ins Handgepaeck"
"Wir haben auch noch Zucker"
"Kommt ins Handgepaeck"
"Und was machst du mit deinem ganzen Handgepaeck?"
"Ich koennte die Handtasche in die ALDI-Tasche und die ALDI-Tasche in die Cupcake-Tasche stecken, dann hab ich nur noch ein Handgepaeck!"

Einwurf von Jan ( der auch noch mit im Mini-Zimmer sass): "Maedels ... ihr wisst schon, dass eure Rucksaecke wahrscheinlich zu schwer sind?"
Das erzaehlt er uns ausgerechnet jetzt, nachdem alles eingepackt war?
Egal ... wird schon klappen!

8,5 Stunden vor Abflug:
Ein letztes Mal auf den Federation Square und zum Abschied Wunderkerzen anzuenden! Eine fuer uns ... eine fuer Nina!

3 Stunden vor Abflug, mittlerweile ist es 4.30 Uhr:
Schlafen hat nicht in den Zeitplan gepasst ... wir waren mit Abschied nehmen beschaeftigt!

3 Stunden vor Abflug:
Suse schmiert Nutellatoast
Saskia: "Suse, du schmierst grad nicht wirklich Nutellatoast?"
Suse: "Aeh doch, das sind die Reste aus unserem Locker und spaeter sind wir bestimmt noch froh drueber"
Saskia: "du weisst aber schon, dass unser Bus in 30 Minuten kommt .. hast du nix besseres zu tun?"
Suse: "Pack lieber noch die restlichen Cupcakes ein!"

2,5 Stunden vor Abflug:
Der Busfahrer holt uns tatsaechlich vor der Hosteltuer ab, traegt unsere Rucksaecke zum Bus und setzt sie uns am Flughafen wieder auf den Ruecken.

1,5 Stunden vor Abflug:
Check-In! Das Drama beginnt...
Paesse abgeben ... Rucksaecke auf die Waage ... OH SCHEISSE! Fast 43 Kg!
Beide waren wir uns einig, dass wir 20 Kg pro Person angegeben hatten! Die Check-In-Dame stimmte uns da leider nicht zu ... wir durften nur noch 15 Kg pro Person mitnehmen.
Also musste nun auch noch der ganze Rest ins Handgepaeck (da durften uebrigens fuer jede von uns auch nur 10 Kg rein und wir hatten ja schon Handgepaeck!) oder angezogen werden.
Alles musste neu gepackt werden! Rucksack auf – kompletter Inhalt raus – Haelfte wieder rein!

So schafften wir es tatsaechlich, 13 Kg aus unseren Rucksaecken zu eliminieren!
Ihr fragt euch, was mit dem 13 Kg passiert ist? Wie gesagt ... ins Handgepaeck oder anziehen!

"OK, haben wir nen Plan?"
"Alles was schwer ist, kommt ins Handgepaeck"
"Zucker, Salz und Pfeffer kommen in den Muell!"
"Pack die Bonbons in die Hosentasche und zieh so viel an, wie du kannst!"
"Duschgel kommt auch weg"
"Ich wuerde sagen, Weihnachtsmann und Kugel muessen auch da bleiben!"

So stiefelten wir jede mit 3 Pullis, 2 Schals und Regenjacke, 2 riesengrossen Handtaschen, Bonbons in der Hosentasche und Nutellatoast in der Hand durch den Check-In und hatten grammgenau 30 Kg in den Rucksaecken und 20 Kg in den Handtaschen!
Kann ja keiner ahnen, dass wir schon wieder verbotene Ware dabei hatten und der Nutellatoast nicht mitdurfte!

5 Minuten vor Abflug:
Auch wir sind endlich auf dem Weg zum Flugzeug!
Suse: "Duhuuu ... ich hab den Weihnachtsmann doch mitgenommen!"
Saskia: " Ich hab die Weihanchtskugel auch noch im Handgepaeck!"
Suse: "Ist ja nicht so, dass wir um ein Haar ueber 150 $ Strafe haetten zahlen muessen und wir ausgerechnet die Weihnachtsdeko retten!"
Saskia: " Ich hab uebrigens auch den Nutellatoast gerettet..."
Suse: "Wieso? Haette der nicht mitduerfen?"
Saskia: " Nein,der hat zu mir gesagt, ich muss ihn dalassen! Aber ich hab gemeint, dass wir noch absolut kein Fruehstueck hatten und dann hat er ne Ausnahme gemacht!"

4 Stunden nach Ankunft in Perth:
Wir sind gelandet, haben alles wieder in unsere Rucksaecke gepackt und wissen nicht so recht wohin, weil wir uns nicht so wirklich auf die Hostel-Buchung verlassen wollen!

1 Tag nach Ankunft in Perth:
Wir sind gestern im Spinners Backpackers angekommen. Was wir bisher von Perth gesehen haben? Unser Bett! 3 Stunden Zeitverschiebung sind schlimmer, als der Flug von Deutschland nach Australien. Scheisse ... wir haben Jetlag! Aber ihr rechnet richtig – wir haben nur noch 7 Stunden Zeitverschiebung!

2 Tage nach Ankunft in Perth:
Es ist hier soo heiss – wir mussten umziehen!
Ins Hay Street Backpackers mit Pool!