Wir schauen nach vorne und sehen Weinberge, wir schauen nach links und sehen Apfelbaeume, wir schauen nach rechts und sehen Kartoffelfelder und wir schauen nach hinten und sehen jede Menge Gepaeck und Daniel!
Wir befinden uns mittlerweile suedlich von Perth auf Jobsuche. Unser Ziel: Fruitpicking!
Gemeinsam mit Blinky fuhren wir mitten durch die Pampa von Farm zu Farm. Schliesslich entschieden wir uns doch mal wieder um und machten uns auf die Suche nach einem Working-Hostel. Ihr fragt euch was ein Working-Hostel ist? Die passendste Uebersetzung dafuer ist ‚Arbeitslager‘ - viele Menschen auf einem Fleck, die auf Arbeit warten.
Das beste Beispiel fuer so ein Arbeitslager ist wohl Donnybrook – Stockbett an Stockbett an Stockbett und vor der Tuer Zeltwand an Zeltwand an Zeltwand (wir haben uebrigens nicht rausgefunden, wie die Leute in ihre Zelte rein, bzw. wieder raus kommen). Da wir in dieser Zeltlandschaft keinen Platz mehr fanden, ging es weiter nach Manjimup. Das Manji-Hostel fanden wir auf den ersten Blick etwas ansprechender. Gross, sauber, bequeme Betten und eine funktionierende Kueche. Nur leider voll!
Die Zeit auf freie Betten ueberbrueckten wir mit Sightseeing. Unser naechstes Ziel war Esperance an der Suedkueste.
Die Zeit auf freie Betten ueberbrueckten wir mit Sightseeing. Unser naechstes Ziel war Esperance an der Suedkueste.
Erster Stopp: Pink Lake! Und wo pink drauf steht ist auch pink drin! Ein See voll mit pinkem Wasser – und nein wir hatten keine rosarote Brille auf, er war wirklich pink!
Zweiter Stopp: Le Grand Nationalpark mit ganz weissen Sandstraenden!
Der Weg dorthin endete nicht fuer alle so gluecklich. Wir kamen gut an, Blinky auch… der Fuchs, der vor Suse ueber die Strasse lief, leider nicht. Seine Reiseroute aenderte sich von Le Grand Nationalpark zu direktem Weg in den Himmel!
Doch ganz so gluecklich kamen auch wir nicht an… erst beim zweiten Mal, nachdem wir nochmal einen Tankstopp an der 70km entfernten Tankstelle eingelegt hatten.
Doch ganz so gluecklich kamen auch wir nicht an… erst beim zweiten Mal, nachdem wir nochmal einen Tankstopp an der 70km entfernten Tankstelle eingelegt hatten.
Aber auch wir kamen schliesslich an den weissen Sandstraenden Lucky Bay und Hellfire Bay an.
Wie immer perfekt getimet hatte es am Ende der 4-taegigen Sithseeing-Tour drei freie Betten im Manji-Hostel und unser taeglicher Telefonterror dort hatte sich gelohnt. Nun waren auch wir Teil des Arbeitslagers.
Wie alle anderen warteten wir auf Arbeit… wenn Jobs da waren, hiess um sechs Uhr bereitstehen. Bereitstehen fuer was? Man weiss es nicht so genau! Bus faehrt vor – Tuer geht auf – 15 Leute steigen ein – Tuer geht zu – Bus faehrt los.
Wohin? Das wissen alle zu diesem Zeitpunkt noch nicht!
Was man dort tun muss? Weiss man ebenfalls nicht!
Wie lange man es tun muss? Weiss man auch nicht!
Wie viel man verdient? Erfaehrt man erst danach!
Wenn ihr in Zukunft Wein trinkt, denkt bitte an uns. Unser Job: Weintrauben ernten. Bei 40°C unter australischer Sonne, Stunde um Stunde um Stunde Weintrauben picken!
Nach erledeigter Arbeit hiess es dann wieder: Bus faehrt vor – Tuer geht auf – 15 stinkende und dreckige Leute steigen ein – Tuer geht zu – Bus faehrt los.
Wohin? Hoffentlich zurueck ins Hostel!
Was man dort tut? Duschen, kochen, einkaufen, langweilen!
Wie lange man das tun muss? Bis der Tag vorbei ist und man endlich schlafen darf!
Falls keine Jobs da waren koennt ihr euch nicht vorstellen, wie langweilig es war. Unser Tag war aufgeteilt in:
- 12 Stunden schlafen – so lange im Bett umdrehen, bis man die 12 Stunden endlich voll hat.
- 4 Stunden einkaufen – so lange alle Gaenge von Woolworth und Coles ablaufen, bis man auch wirklich jedes Schnaeppchen kennt und die 4 Stunden endlich voll sind, weil es in diesem Dorf einfach nichts anderes gibt!
- 4 Stunden auf der Couch sitzen und warten – warten darauf, dass endlich die naechste 4-Stunden-Periode losgeht.
- 4 Stunden kochen und essen – so lange sitzen bleiben, bis man endlich wieder ins Bett gehen darf!
Nachdem wir genug von diesem Arbeitslagerleben hatten, ging es ueber den Wave Rock wieder zurueck nach Perth.
- Von Perth (Hay Street Backpackers) ueber Armadale, ueber Pinjarra, ueber Mandurah nach Bunbury
- Nach Dardanup und Boyanup auf Farmsuche
- Durch die Pampa und den Nationalpark (vorbei an Honney Moon) nach Bunbury auf den Campingplatz
- Ueber Dardanup und Boyanup nach Donnybrook wieder auf Farmsuche
- Ueber Bridgetown nach Nannup auf den Campingplatz
- Nach Pemberton auf Jobsuche
- Weiter nach Manjimup
- Weil kein Platz im Working-Hostel war, ueber Walepole Richtung Parry Beach auf den Campingplatz
- Zurueck zum Tree Top Walk
- Ueber Denmark weiter nach Albany
- In den Torndirrup Nationalpark und danach in Albany auf den Campingplatz
- Durch den Stirling Nationalpark ueber Borden, Jerramungup und Ravensthorpe nach Esperance zum Pink Lake und danach nach Condingup auf den Free Campingplatz (mit Spielplatz vor der Zelttuer)
- In den Cape Le Grand Nationalpark
- Nach Esperance zum Tanken
- Zurueck in den Cape Le Grand Nationalpark
- Nach Ravensthorpe auf den Campingplatz
- Durch Jerramungup und Boxwood Hill zurueck nach Albany
- Ueber Denmark zurueck nach Manjimup ins Working-Hostel
- Saskias Geburtstagsausflug: von Manjimup durch Pemberton nach Augusta an den Cape Leeuwin (wo sich der Indian Ocean und der Southern Ocean treffen), an der Kueste entlang nach Yallingup an den strand zum Picknicken
- Durch Dunsborough, Busselton, Nannup und Bridgetown zurueck nach Manjimup (wo das Riesenkaenguru Mutprobe vor unserem Auto gespielt hat)
- Nachdem wir das Working-Hostel verlassen haben ging es ein Stueck suedlich zum Diamond Tree (auf den wir hochgeklettert sind)
- Zurueck durch Manjimup und Glenoran auf den Free Campingplatz
- Durch Manjimup ueber Bridgetown, Boyup Brook, Arthur River, Williams, Narrogin, Wickepin, Kulin nach Kondinin auf den Campingplatz.
- Nach Hyden zum Wave Rock
- Zurueck durch Kondinin und weiter ueber Corrigin nach Perth
Unser neuer Plan: die Westkueste hochfahren!
Unsere 4100km Route im Suedwesten:
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