Herzlich Willkommen auf Tasmanien!!
Los ging’s, wie ihr ja schon wisst, auf der Faehre von Melbourne nach Devonport. Spass hatten wir schon auf der Faehrueberfahrt. Wir hatten verbotene Ware an Bord! Kann ja keiner wissen, dass man Obst und Gemuese nicht nach Tasmanien einfuehren darf.
Wir hatten trotzdem Hunger!
Das mit dem Schmuggeln war eigentlich auch ein guter Plan…wenn wir nicht in letzter Minute Angst bekommen haetten und alles auf dem Weg von der Faehre runter auf der Toilette entsorgt haetten. Abends auf dem Campingplatz haben wir das dann aber ziemlich bereut!
Wir hatten trotzdem Hunger!
Das mit dem Schmuggeln war eigentlich auch ein guter Plan…wenn wir nicht in letzter Minute Angst bekommen haetten und alles auf dem Weg von der Faehre runter auf der Toilette entsorgt haetten. Abends auf dem Campingplatz haben wir das dann aber ziemlich bereut!
Einschub: Nina fehlt!
Uebrigens…Maenner koennen keine Autos packen!
Auf dem Weg von der Faehre zum Campingplatz wurde Saskia fast von einem Waeschesack erschlagen!
Koennen wir kurz klaeren, welcher Waeschesack?!?
WIR haben nur Bettlaken “ausgeliehen“, JAN offensichtlich einen ganzen Waeschesack voll mit Bettlaken und Kissen!
Und WIR hatten ein schlechtes Gewissen?!
Da das Zelt dadurch aber ziemlich kuschelig wurde, sind wir ihm eigentlich ziemlich dankbar dafuer!
Auf dem Weg von der Faehre zum Campingplatz wurde Saskia fast von einem Waeschesack erschlagen!
Koennen wir kurz klaeren, welcher Waeschesack?!?
WIR haben nur Bettlaken “ausgeliehen“, JAN offensichtlich einen ganzen Waeschesack voll mit Bettlaken und Kissen!
Und WIR hatten ein schlechtes Gewissen?!
Da das Zelt dadurch aber ziemlich kuschelig wurde, sind wir ihm eigentlich ziemlich dankbar dafuer!
3mal duerft ihr raten, wie der naechste Tag angefangen hat…GENAU, mit Regen! Aber puenktlich nachdem wir beim Tetris spielen ins naechste Level gekommen sind und alles wieder im Auto verstaut war, hoerte der Regen auf. Damit war das schlechte Wetter fuer diese Woche auch vorbei! Also konnten wir uns in aller Ruhe auf die naechste Verkehrsinsel setzen und fruehstuecken.
Weiter ging es danach nach Launceston, eine der wenigen groesseren Staedte auf der Insel. Da wir aber nicht auf Tasmanien sind, um Shoppingmeilen zu geniessen, ging es weiter durch den Regenwald Richtung Osten. An einem unserer Stopps schaffte es die Natur, uns voellig zu verwirren…strahlend blauer Himmel, Sonnenschein, keine Wolken ueber uns und REGEN!! Wo kommt der Regen her??? (Wenn uns dieses Phaenomen jemand erklaeren kann, bitte eine E-Mail an uns schreiben)
Einschub: Nina fehlt immer noch, die haette das bestimmt gewusst!
Das naechste Abenteuer liess nicht lange auf sich warten.
Auch Pampa macht muede, also versuchten wir einen Campingplatz zu finden. Was auch geklappt haette…waere da ein Campingplatz gewesen! Alle drei waren wir uns einig, dass wir ihn auf der Karte gesehen hatten. Schaut man sich unsere Route auf der Karte an, haetten wir ihn tatsaechlich finden koennen…waeren wir nicht so sehr mit der Strasse und dem, was wir drum herum sahen, beschaeftigt gewesen. Unbefestigter Kiesweg, verbrannte Baeume, vor uns herumhuepfende Kaengurus und es wurde immer dunkler, aber kein Ende in Sicht.
DIESMAL hatten wir aber wenigstens Wasser dabei, schliesslich sind wir mit dem ganzen Auto verloren gegangen!
Auch Pampa macht muede, also versuchten wir einen Campingplatz zu finden. Was auch geklappt haette…waere da ein Campingplatz gewesen! Alle drei waren wir uns einig, dass wir ihn auf der Karte gesehen hatten. Schaut man sich unsere Route auf der Karte an, haetten wir ihn tatsaechlich finden koennen…waeren wir nicht so sehr mit der Strasse und dem, was wir drum herum sahen, beschaeftigt gewesen. Unbefestigter Kiesweg, verbrannte Baeume, vor uns herumhuepfende Kaengurus und es wurde immer dunkler, aber kein Ende in Sicht.
DIESMAL hatten wir aber wenigstens Wasser dabei, schliesslich sind wir mit dem ganzen Auto verloren gegangen!
Irgendwann hatten wir trotzdem Angst um unser Leben und ueberlegten uns, wie es im Himmel wohl sein wuerde und ob wir dort gemeinsam genauso viel Spass haben wuerden. Jan holte uns aber ziemlich schnell auf den Boden der Tatsachen zurueck!
Zitat Jan: “IHR kommt nicht gemeinsam in den Himmel, weil das waere die Hoelle fuer alle die schon dort sind“
Nachdem wir nach einer Stunde Irrfahrt in der naechsten Ortschaft gelandet sind, war das Thema Himmel schnell vom Tisch und wir bekamen endlich einen langersehnten Tipp, wo wir den naechsten Campingplatz finden konnten!
Nach unserer Nacht auf dem Free-Campingplatz (mitten in der Pampa!) ging es weiter in den Freycinet National Parc.
Natur zum Anschauen reichte Suse aber nicht – sie wollte Natur zum Anfassen haben. Angefangen hat das Drama mal wieder beim Lookout.
Natur zum Anschauen reichte Suse aber nicht – sie wollte Natur zum Anfassen haben. Angefangen hat das Drama mal wieder beim Lookout.
Die Kueste von oben sah ganz schoen aus…von unten stellten wir sie uns noch besser vor. Also runter da! Doch auch das reichte Suse nicht…sie wollte Adventure. Die Aussicht vom Felsen stellte sie sich NOCH besser vor! Wer kann auch damit rechnen, dass es an einer Kueste Wellen gibt...!
So stand Suse mitten auf dem Felsen und freute sich…bis Poseidon eine Riesenwelle ueber ihren Kopf hinweg sandte. Von Kopf bis Fuss nass musste sie ihren Adventure-Trip verlassen und wieder vom Felsen runter klettern.
Einschub: Nina wir vermissen dich!!
Raus aus dem National Parc – mal wieder auf die Suche nach einem Campingplatz! Den haben wir diesmal auch gefunden. Wir versuchen kurz, Gespraechsfetzen fuer euch zu rekonstruieren:
“seht ihr irgendwo den Campingplatz?“
“Ja, da vorne!“
“Nein, das ist der Friedhof!“
“Aber da stehen doch Wohnwaegen?“
“Nein, das sind Grabsteine!“
Am Ende hatten wir alle Recht! Eine grosse Wiese – in der Mitte ein Friedhof – drum herum Wohnwaegen – und wir mit unserem Zelt mittendrin! Holy Scheisse! Campen wir etwa wirklich gerade Tuer an Tuer mit dem Friedhof? Ein Blick aus dem Zelt sagt: JA, tun wir!
Na dann, Gute Nacht!
Der naechste Tag ging dafuer doppelt so gut los…Fruehstueck direkt am Strand. Nur Meer, Sonne, viel Wind und wir mit unseren Cornflakes.
Unser naechstes Ziel hiess Port Arthur. Shellys Karte bescherte uns einen wundervollen Bildungsnachmittag! Auf den Spuren des 19. Jahrhunderts wandelten wir duch die Gefaengnismauern.
Am naechsten Tag haben wir dann aber doch Kultur- und Naturpause gebraucht und ab ging’s in die naechste – halt wir korrigieren – die einzige Big City hier, Hobart. Es gibt sooo viele wunderschoene Staedte…warum wohnen wir ausgerechnet in Boeblingen?!
Schluss mit Natur…rauf auf die Shoppingmeile. Als Backpacker hat man ja nicht schon genug Gepaeck…da fallen ein XXL-Geldbeutel (Backpacker haben schliesslich auch zu viel Geld) und eine Handtasche mehr auch nicht mehr auf.
Schluss mit Natur…rauf auf die Shoppingmeile. Als Backpacker hat man ja nicht schon genug Gepaeck…da fallen ein XXL-Geldbeutel (Backpacker haben schliesslich auch zu viel Geld) und eine Handtasche mehr auch nicht mehr auf.
Einschub: Nina fehlt (obwohl, vielleicht doch nicht, sonst haetten wir noch mehr gekauft!)
Irgendwann ist uns aufgefallen, wie weit unten wir auf der Weltkarte eigentlich sind. (Ja, wir wissen, IHR wisst das schon lange). Also dachten wir uns, vielleicht geht es ja noch ein Stueckchen weiter. Und so fuhren wir mit unserem vollbepacktem Auto immer weiter Richtung Sueden auf der Suche nach der Antarktis!
Sehen konnten wir sie leider nicht, aber dafuer haben wir es geschafft, den suedlichsten Punkt der Insel zu erreichen – unser “last-stop“ vor der Antarktis.
Und auch dort blieb die Suche nach einem Campingplatz nicht aus. Alle drei waren wir uns mal wieder einig, am Ende der Strasse (ganz, ganz im Sueden) musste ein Campingplatz sein – sagte die Karte. Dass wir fuer diesen Kiesweg mitten durchs Nichts 1 Stunde brauchen wuerden, nur 20 km/h fahren konnten und uns dort nur Plumpsklos erwarten wuerden, sagte die Karte uns nicht. Vier Campingplaetze for free standen uns zur Auswahl. Vielleicht sollten wir euch kurz erklaeren, was das hier bedeutet:
· Eine Wiese im Nichts, meistens mit vielen Huegeln
· Keine Dusche
· Kein Strom
· Ein Plumpsklo
· Meistens komische Nachbarn
· Wallabies, die einem vors Zelt kacken
· Manchmal ein Friedhof neben der Zelttuer
Unsere Wahl fiel auf den Campingplatz, mit den am wenigsten komischen Nachbarn. Von Jan bekamen wir den Auftrag, moeglichst schnell mit den Nachbarn Freundschaft zu schliessen, um ihm mitten im Nichts Bier zu organisieren. Ausgeguckt hatten wir uns dafuer Steve und Denis, unsere direkten – naja eher usere einzigen Campingnachbarn. Mitte 50 – waschechte Tasmanier.
Challenge geglueckt!
Jan hatte sein Bier und wir eine neue Reise-Route.
Challenge geglueckt!
Jan hatte sein Bier und wir eine neue Reise-Route.
Beim Schlafen viel uns dann wieder auf, wo wir sind – kurz vor der Antarktis. 1 Paar Socken – 2 Paar Socken – 1 Leggins – 1 Herzchenschlafanzughose – Top – Tshirt – Pulli – Sewatshirt –Kapuze auf – Schlafsack bis ueber die Nase – kalt war’s trotzdem immernoch. Da konnten nicht mal mehr die vielen Wallabies helfen, die mit uns kuscheln wollten.
Unsere neue Reiseroute brachte uns am naechsten Tag von der Antarktis erst mal unter die Erde – in die Hastings Cave. Bei 9°C bestaunten wir die Tropfsteinhoehle. So kalt kam uns das aber nach unserer letzten Nacht aber nicht mehr vor. Trotzdem freuten wir uns anschliessend ueber unser 28°C warmes Wasser mitten im Regenwald. Da war auch der Campingplatz ohne Dusche schnell vergessen. In der Therme Springs (Thermalquelle) konnten wir endlich unsere lang ersehnten Bahnen ziehen – im Regenwald natuerlich noch viel cooler als im Sindelfinger Freibad.
Vom Sueden sollte es dann wieder in den Norden gehen…mal wieder durch die Pampa. Hier bekommt das Wort Pampa ganz neue Ausmasse…! Wir sind gefahren und gefahren und gefahren und um uns rum war einfach NICHTS!
Wisst ihr wie schwer es ist, irgendwo draussen aufs Klo zu gehen, wenn da nicht mal ein Busch ist?!
1 Stunde und 10 km spaeter…immer noch nichts! (wir waren immer noch nicht auf dem Klo).
Aber ihr merkt schon, wir befinden uns wieder auf einer unbefestigten Strasse.
2Stunden und 20 km spaeter…wenigstens mal ein Tasmanischer Teufel, der vor uns ueber die Strasse laeuft und sonst immer noch NICHTS!
Wisst ihr wie schwer es ist, irgendwo draussen aufs Klo zu gehen, wenn da nicht mal ein Busch ist?!
1 Stunde und 10 km spaeter…immer noch nichts! (wir waren immer noch nicht auf dem Klo).
Aber ihr merkt schon, wir befinden uns wieder auf einer unbefestigten Strasse.
2Stunden und 20 km spaeter…wenigstens mal ein Tasmanischer Teufel, der vor uns ueber die Strasse laeuft und sonst immer noch NICHTS!
Einschub: Nina fehlt, weil sie sich am meisten ueber den Tasmanischen Teufel freuen wuerde, weil sie endlich wuesste, nach was sie suchen muss!
Wir waren an der Kueste, wir waren fast in der Antarktis, wir waren im Regenwald und wir waren unter der Erde; fehlt nur noch eins…
Jan wollte ganz nach oben – und wir mussten mit.
Wandertag im Cradle Mountion National Parc stand am naechsten Tag auf dem Programm. Dem Tipp unserer tasmanischen Zeltnachbarn folgend entschied Jan sich fuer die rote Route – und wir mussten mit.
Unsere Handtaschen mussten im Auto bleiben – entschied Jan. Da wir telefonische Anweisungen bekommen haben nicht mehr ohne Wasser und Lunch loszuziehen, bot Jan an, alles in seinem Rucksack nach oben zu tragen (Danke Jan).
Als wir die Steinwand vor uns sahen, die man nur noch mit Hilfe von Stahlketten hochklettern konnte, wurde uns schliesslich bewusst, was die Farbe ROT wirklich bedeutete.
Jan wollte ganz nach oben – und wir mussten mit.
Wandertag im Cradle Mountion National Parc stand am naechsten Tag auf dem Programm. Dem Tipp unserer tasmanischen Zeltnachbarn folgend entschied Jan sich fuer die rote Route – und wir mussten mit.
Unsere Handtaschen mussten im Auto bleiben – entschied Jan. Da wir telefonische Anweisungen bekommen haben nicht mehr ohne Wasser und Lunch loszuziehen, bot Jan an, alles in seinem Rucksack nach oben zu tragen (Danke Jan).
Als wir die Steinwand vor uns sahen, die man nur noch mit Hilfe von Stahlketten hochklettern konnte, wurde uns schliesslich bewusst, was die Farbe ROT wirklich bedeutete.
Einschub: Nina fehlt nicht; den Berg haette man naemlich nicht mit High Heels besteigen koennen!!
Berg runter wollten wir einen anderen Weg nehmen. Was anfangs auch geklappt hatte…solange bis wir an einer Abzweigung kamen und eine Moeglichkeit davon gesperrt war. Alle drei waren wir uns einig ‘das kann nicht sein‘. Munter bogen wir ab!
Irgendwann mussten wir einsehen, dieser Weg ist wirklich ‘closed‘ und mussten alles wieder zurueck wandern. Aber keine Sorge – wir kamen wieder heil am Auto an und waren uns mal wieder einig, dass sich die rote Route definitiv gelohnt hatte.
Schneller als gedacht, kam der letzte Tag. Los ging’s in der Schokofabrik. Da unsere Schokovorraete inzwischen aufgebraucht sind, mussten wir dort naschen gehen.
Nachdem wir gefuettert wurden, wurden die Kaengurus gefuettert. JA, ganz echte Kaengurus – zum Anfassen…
Nachdem wir gefuettert wurden, wurden die Kaengurus gefuettert. JA, ganz echte Kaengurus – zum Anfassen…
Und was darf auf Tasmanien natuerlich nicht fehlen? Tasmanische Teufel…nur zum Anschauen, NICHT zum Anfassen!
Abends ging es dann zum 8. Mal auf einen Campingplatz. Zum 8. Mal das Zelt aufbauen, zum 8. Mal das Southern Cross am Sternenhimmel suchen, zum 8. Mal bei teilweise nur 7°C im Zelt frieren und zum 8. Mal das Zelt wieder abbauen.
Und nun schauen wir nach links und sehen Wasser, schauen nach rechts und sehen den Rettungsring, schauen in die Ferne und sehen die Skyline von Melbourne. Ein letztes Mal werden wir fuer zwei Naechte ins Elephant zurueck kehren, bevor wir weiter nach Perth flirgen. Dabei faellt uns auf, dass wir noch nicht wissen wie wir an den Flughafen kommen und wie wir in Perth vom Flughafen zum Hostel kommen. Aber nicht so schlimm... wir haben ja noch gar kein Schlafplatz ...oh wir haben nur noch ein Tag Zeit...!
FAZIT: TASMANIA – explore the possibility – SCHOEN DA!
20.01.2011 - 28.01.2011
Unsere 1800 km – Route zum Nachverfolgen:
Unsere 1800 km – Route zum Nachverfolgen:
· Mit der Faehre von Melbourne nach Devonport
· Auf den Campingplatz nach La Trobe
· Ueber Launceston nach St. Helens an die Ostkueste
· Auf der Suche nach einem Campingplatz quer durch die Pampa nach St. Marys (free Campground mit Dusche)
· Nach Coles Bay und ein Stueck weiter auf die Freycinet Peninsula (free Shower fuer Suse auf dem Felsen)
· Weiter nach Swansea auf den Friedhof
· Fruehstueck am Nine Mile Beach
· Nach Port Arthur ins Gefaengnis
· Weiter nach Hobart
· Camping mal wieder auf einem normalen Campingplatz in Snug
· Nach Southport auf der Suche nach der Antarktis
· Weiter bis Cockle Creek auf den free Campingplatz, wo wir Steve und Denis kennengelernt haben
· Unter die Erde in die Hastings Cave und zu den Thermal Springs
· Durch die Pampa bis Deloraine
· Weiter nach Cradle Valley in den National Parc und rauf auf den Berg
· Ueber Sheffield eine weitere Nacht zurueck nach Deloraine
· An der Schokofabrik vorbei nach Devonport
· Weiter nach Gunns Plains in den Wild Parc
· Letzte Nacht in La Trobe
· Zurueck nach Devonport
· Und wieder aufs Schiff zurueck nach Melbourne