Wir schauen gerade aus dem Fenster und sehen nur Meer; wenn wir den Blick nach rechts schweifen lassen sehen wir einen Rettungsring ... wenn wir den Blick nach links schweifen lassen, sehen wir Jan, der uns begleitet. Ja wir sitzen endlich auf der Faehre Richtung Tasmanien … aber in Gedanken sind wir immer noch in Melbourne.
Warum hat man immer das Gefuehl, dass am Ende alles am Schoensten ist?!
Vielleicht, weil man in den letzten Tagen versucht, alles fuer immer in seine Gedanken einzuschliessen. Dazu kommt, dass man noch so viele Eindruecke sammeln moechte, aber auch noch so viele Vorbereitungen treffen muss, fuer das, was danach kommt.
Also was liegt nahe … eine To-do-Liste. Deswegen versuchten wir, unsere letzten beiden Tage in Melbourne zu organisieren. Aber unser Leben laesst sich einfach nicht organisieren! Der Plan war gut und haette auch klappen koennen, wenn wir nicht vergessen haetten, sie abzuarbeiten.
„wichtig = unwichtig“ (Zitat von Basti)
Und so kam am letzten Tag, was immer bei uns kommt … das voellige Chaos!
10 Wochen haben 4 Maedels zusammen auf ca. 11 qm gewohnt und nun mussten Nina und wir beide es irgendwie schaffen, dieses Leben in unsere Rucksaecke zu verpacken.
Schneller als gedacht waren unsere Rucksaecke voll und Room 101 immer noch nicht leer. Also entschieden Nina und Saskia sich fuer das Rollprinzip und traveln jetzt mit einem Rucksack voll mit Kleiderwuerstchen durch Australien.
Natuerlich wollten wir unseren letzten gemeinsamen Tag nicht nur mit Packen verbringen … so blieben alles erst mal wo es war … IRGENDWO und nur nicht da, wo es hin sollte und wir zogen los Richtung Eureka Tower.
Going up – Skydeck
Vom 88. Stock aus konnten wir nochmal die Stadt und unsere Favorite Places bewundern. So konnten wir die ganzen letzten Wochen noch mal von oben bestaunen.
- Das Hostel, wo wir uns so sehr zu Hause gefuehlt haben
- Die Flinder Street Station, an der wir jeden Tag vorbei gelaufen sind
- Der Yarra River, an dem wir mitten in der Nacht spontan Barbecue gemacht haben
- Der City Link, auf dem wir uns verfahren haben und unseren ersten Strafzettel hier bekommen haben
- Das Crown-Casino, wo wir genuegend Geld fuer ein special Diner gewonnen haben
- Der Federation Square wo wir uns einfach immer und zu jeder Uhrzeit wohl gefuehlt haben
- Die Skyline, die Melbourne fuer uns immer unverwechselbar machen wird
Zurueck im Hostel wollten wir noch mal unsere Kreativitaet spielen lassen und ein bleibendes Kunstwerk im Elephant hinterlassen.
Welcher Platz eignete sich dafuer besser, als die Reception, an der wir zum Ende hin immer willkommener waren und so unglaublich viel Zeit verbrachten?
Da wir an diesem Tag noch nicht genug Sightseeing hatten, gab es zum Abschluss noch eine Tour durchs Hostel … im Aufzug!
3 Maedels – 3 Stuehle – 1 Aufzug – 5 Stockwerke!
Was fuer ein Spass!
Going uo – going down – Tuer auf – Tuer zu …
So hatten wir innerhalb kuerzester Zeit die Moeglichkeit, moeglichst viele Menschen aus dem Elephant nochmal zum Abschied zu treffen.
Stellt euch das ganz kurz bitte anders rum vor … Tuer auf und ihr seht unerwartet 3 Maedels auf 3 Stuehlen im Aufzug, die euch freudestrahlend entgegen winken.
Und stellt euch dann vor, die gleichen Stuehle mit den gleichen Maedels drauf stehen auf eurem Rueckweg immer noch im Aufzug … ihr versteht unsere Freude?
Doch aller Spass hat ein Ende und wir mussten uns wieder der Realitaet stellen … Abschied nehmen!
Bevor wir uns aber endgueltig verabschieden mussten, wartete Jesse um 6:00 Uhr (!!!) mit fertigem Abschieds-Fruehstueck auf uns im Basement … frischgemachter French Toast mit Maple Syrup und frischem Obst.
Nach gut gemeinten Ratschlaegen wie „don’t play with crocodiles and tasmanien devils, they will hurt you!“ und hilfreichen Reisetipps von Shelly, der Hostelmanagerin (wir sind trotzdem eigentlich noch planlos und haben noch nicht mal eine richtige Karte) kam der schlimmste Abschied.
Die Verabschiedung von Nina, unserem Herztuepfelchen auf dem i! WIR sitzen auf der Faehre nach Tasmanien und NINA im Zug nach Sydney ... unser Lunch ist gleich … Nutellatoast … die vielen schoenen Erinnerungen auch!
Ps: Wir sitzen immer noch auf der Faehre und ueberlegen gerade, ob wir eigentlich das Zelt mitgenommen haben. Fruehestens schauen koennen wir aber erst in 5 Stunden. Dann kommen wir naemlich nach 9 Stunden Faehre under ‚Down Under‘ an!
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